Record Collection N° 319: Bruce Springsteen “Devils & Dust” (Columbia Records, 2005)

Bruce Springsteens vier Jahre nach 9/11 veröffentlichtes Album “Devils & Dust” ist seine vielleicht düsterste und unversöhnlichste Songkollektion überhaupt.

Vor der Veröffentlichung von Devils & Dust anno 2005 hatte Bruce Springsteen mit seiner „Vote For Change“-Tour die Wiederwahl von George W. Bush nicht stoppen können, aber er schob diese, wie 1982 seine Nebraska-Platte, in düsteren Sepia-Tönen gehaltene Soloplatte nach, die einem die Gänsehaut aufzieht.

Aufgenommen hatte Springsteen sein dreizehntes Studioalbum Devils & Dust ohne die E Street Band, die Lieder dafür hat er fast alle in den späten 1990er Jahren und noch früher geschrieben. Also noch vor den Terroranschlägen des 11. September, die sein 2002er Album The Rising prägten, dessen Produzent Brendan O’Brien auch bei Devils & Dust am Mischpult gesessen ist. In den mit Holperschlagzeug, Geige, Slidegitarre oder Klimperklavier spartanisch instrumentierten Songs geht Springsteen einmal mehr der Misere in den USA auf den Grund und spürt den Schicksalen der Wohlstandsverlierer nach. Zugleich ist er auf der Suche nach einem Sinn im Leben, nach einem Funken Hoffnung, nach heilender Spiritualität, nach dem Glauben an Gott. Und auch wenn da oder dort einmal ein wenig Trost aufkeimt, so dürfte Devils & Dust wohl Springsteens düsterste, unversöhnlichste Songkollektion sein.

Was man dieser überzeugenden Platte nicht antun sollte, ist, sie gegen die E Street Band und die mit ihr eingespielten Platten auszuspielen. Und behaupten, nur der akustische Springsteen sei der wahre, weil reine und tiefschürfende Springsteen. Anders als das ebenfalls akustische 1995er Soloalbum The Ghost Of Tom Joad, das (für eingängige Songs) schon mit sehr vielen Worten angefüllt war, und vielleicht besser ein Roman geworden wäre, erinnern sich die Lieder auf Devils & Dust wieder gängiger Songstrukturen und knapper, präziser Songtexte und ziehen einen voll in ihren Bann – und viele hätten auch mit der E Street Band großartig klingen können. Aber auch das modern klingende, betont sparsame,  von Springsteen an den meisten Instrumenten und Produzent Brendan O’Brien kreierte Klangbild, steht den Songs von Devils & Dust bestens. Die eindringlichsten Songs wie die düstere Storys von The Hitter und des Titelsongs, das einsame, traurige Reno, das vom Verlust einer geliebten Mutter kündende Silver Palomino, das melancholische Black Cowboys, das bewegende Flüchtlings/Immigrantendrama Matamoros Banks, sowie die leichtherzigeren All I’m Thinking About, Long Time Comin‘ und Maria’s Bed haben nicht nur den Fokus auf knappe, präzise Geschichten mit Springsteens erster grandioser Soloplatte Nebraska von 1982 gemein. Devils & Dust strahlt trotz des Wissens, dass diese Welt für viel zu viele Menschen eine verdammt schlechte ist, eine große, positive Kraft aus. Und es war neben The Rising Bruce Springsteens stärkstes Album seit Jahren.

Bruce Springsteen, Devils & Dust, Columbia Records, 2005

(Erstveröffentlicht in now! N° 38, Mai 2005, komplett überarbeitet im Mai 2023)

(c) Pics taken by the author

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Das now!-Archiv: now! N° 11, September 2002

Die elfte Ausgabe des österreichischen Musik- und Pop-Kultur-Magazins now! vom September 2002. 

Am Cover: Coldplay 100% now! Empfehlung: The Vines Album des Monats: Coldplay A Rush of Blood To The Head now!-Interview: Herbert Grönemeyer Interviews & Stories: Coldplay, The Vines, Nightmares On Wax, Sugababes, Queens Of The Stone Age, Solomon Burke, Bryan Ferry, Tatu, Avril Lavigne, Bootsy Collins, Bruce Springsteen, Primal Scream, Soft Cell, Will Smith, Ms Dynamite, 2raumwohnung, Norah Jones, Baxter Dury, Underworld, Jay-Jay Johanson, Beyoncé, Def Lepard, International Pony. Moderne Klassiker: The Velvet Underground The Velvet Underground  & Nico. David Lynch Blue Velvet. Talk now! Fragebogen: Darren Hayes.

Das now! Magazin ist im Salzburger now! Media Verlag erschienen, den ich 2001 mit drei Freunden, Hans, Bernie und Joe, gegründet hatte. Als Herausgeber, Chefredakteur & Geschäftsführer fungierte meine Wenigkeit. In den kommenden neun Jahren sollten noch 89 weitere Ausgaben von now! erscheinen.

In The Year 2022

Meine neuen Lieblingsplatten von A-Z.

2022. Nach all diesen Jahren immer noch verrückt nach Musik. Weil Musik ein, nein, das Lebensmittel, also Überlebensmittel und Lebensverbesserer wie sonst kaum was. Das hier sind meine liebsten, meistgehörten neuen Platten im Jahr 2022. Keine wertende Liste, weil Musik schönerweise kein Sport ist, also von A-Z. Einzige Bedingung (die Beatles sowieso die Ausnahme von Regel) die hier genannten Platten müssen 2022 veröffentlicht worden und käuflich erworbene Neuzugänge in meiner Plattensammlung sein, egal ob als LP, CD oder Download.

Also: Beatles. Beatles. Beatles. Und …

The BeatlesRevolver (Special 2022 Remix Edition, 2 CDs)

BilderbuchGelb ist das Feld (LP)

Elvis Costello & The ImpostersThe Boy Named If (CD)

Elvis Costello & The ImpostersThe Boy Named If (Alive At Memphis Magnetic) [Digital Album]

Channel Three – This Is London/ Small Flat By The Sea (7inch Single, ups, noch eine Ausnahme, 2021)

Kevin Rowland & Dexys Midnight RunnersToo-Rye-Ay As It Should Have Sounded (3 CD Box)

Jochen DistelmeyerGefühlte Wahrheiten (CD)

Familie LässigEine heile Welt! (LP, CD)

PhoenixAlpha Zulu (CD)

The Rolling StonesEl Mocambo 1977 (2 CDs)

Roy Bianco & Die Abbrunzati BoysMille Grazie (LP)

Bruce SpringsteenOnly The Strong Survive (2 LPs, CD)

Harry StylesHarry’s House (CD)

Taylor SwiftMidnights (3 am Edition) [Digital Album]

Tiny Flaws – Imperfection Blues (LP)

Neil Young and Crazy HorseToast (CD)

Record Collection N° 312: Adriano Celentano „Svalutation“ (Clan Celentano, 1976)

Svalutation ist das 16. Studioalbum des legendären italienischen Sängers, eines seiner besten in den 1970er Jahren.

Nach längerer Pause, verursacht durch eine Serie erfolgreicher Kinokomödien, ließ Adriano Celentano Mitte der 1970er auch musikalisch wieder aufhorchen. Svalutation, sein sechzehntes Albumist seine beste Platte aus dieser Zeit. Getextet hat alle Songs Adriano Celentano selbst, die Musik dazu stammt von Gino Santercole und auch Luciano Beretta, die beide seit den frühen 1960ern zum sogenannten Clan Celentano gehörten, der  stets mehr war als nur eine eigene Plattenfirma, sondern eine Art kreativer, oft umstrittener, skandalumwitterter Künstler-Gang. Ins Leben gerufen hat der fortwährend Unangepasste und Rebellische den Clan schon im Jahr 1961, weil er mit seiner Plattenfirma unzufrieden war und deshalb sein eigenes Label „Clan Celentano“ startete.

Der famose Titelsong Svalutation tönte anno 1976 zu Recht aus vielen Radios und passte damals recht gut zwischen die ersten Pubrock- und punkigen New-Wave-Platten, die sich in meiner Plattenkiste drängten. Außerdem hat er hat seither nicht nur nichts an Energie und Charme eingebüßt, die darin geäußerte Politik- und Wirtschaftskritik scheint heute angesichts der vielen Krisen nicht weniger aktuell und gültig. Aber wie Adriano Celentano alles lässig weg rockt, hat schon große Klasse. Nicht von ungefähr wurde der erste italienische Rock & Roller, anno 1979 von Ian Dury and the Blockheads in der Single Reasons To Be Cheerful, Part 3 neben Elvis Presley, den Marx Brothers, John Coltrane und anderen als einer der Gründe, frohgemut und heiter sein zu können, genannt und von Dury als „Adi Celentano“ tituliert.

Aber auch die anderen canzoni, besonders La Camera 21, I Want To Know, Pt. I & II, La Neve oder La Barca, sind eine cool charmante Mixtur aus lyrischen Singer-/Songwriter-Balladen, Italo-Pop, Soul-Gesäusel, schwülstigen Streichern und Disco-Grooves auf den Spuren von Giorgio Moroder und der Bee Gees.

1977 und 1979 folgten mit Disco Dance, inklusive einer Disco-Version seines unsterblichen Sommerhits Azzurro sowie einer unwiderstehlich geschmalzten Interpretation des Soul-Klassikers Don’t Play That Song (Ben E. King, Aretha Franklin, zuletzt auch Bruce Springsteen), und Soli zwei weitere hörenswerte, noch mehr disco-infizierte Alben. Zumal Adriano Celentano mit einer hinreißenden Selbstverständlichkeit und natürlichen Strahlkraft rockt und schmachtet, dass alles runtergeht wie Honig. Tutto bello.

Adriano Celentano, Svalutation, Clan Celentano, 1976

Santa Klaus Is Coming To Town!

Happy Xmas – Songs For The Festive Season: When the first candle on the Advent Wreath finally is lit up, I’m drifting quite instantly into a Christmassy mood, and I’m starting to play some Christmas tunes.

Same procedure every year: When the first candle on the Advent wreath finally is lit up, I’m drifting quite instantly into a Christmassy mood, and I’m starting to play some Christmas tunes. But every year I’m also thinking, well maybe not this year, I can do without syrupy and schmaltzy Christmas songs, the jingling, ringing bells, sleigh rides, reindeers and kitschy, sugar sweet Christmas melancholy. But then, as soon I hear the first Christmassy tunes, there’s no more escape. And despite 2022 was in general politically, economically, and socially an annus horribilis, it was personally a good one for my family and me. So, for the festive season there’s reason enough to celebrate. And my Christmas records started coming from the racks to the turntable and CD Player, and I started an major update of my Christmas Playlist on my Laptop, a playlist filled only with music I own on LP, CD or as download.

From Christmas With Love: My Happy Xmas – Songs For The Festive Season is now filled with 185 handpicked Christmas tunes: Classics galore, from Santa Claus Is Coming To Town to Have Yourself A Merry Little Christmas, Winter Wonderland and White Christmas to Silent Night, Christmas Time Is Here, Little Drummer Boy and Jingle Bells. Lots of Christmas songs by She & Him, cause Zooey Deschanel and M. Ward are great experts in all things Christmas. Lots of Tracey Thorn (Everything But The Girl), Norah Jones, Nick Lowe, Phil Spector, Dean Martin, and Frank Sinatra, even Bob Dylan and Bruce Springsteen: Lots of rhythm & blues, soul, jazz, indie- and alternative-pop, and much more. For instance, at least five versions of Last Christmas – why that? Because it’s such a great song. There even a brand-new one, The Bird And The Bee’s superb Christmas Without The Queen. There’s many classics here but also a lot of lesser known stuff, lots of lighter songs, but also many deeper cuts. This playlist is now bookended by Hallelujah, it starts with Leonard Cohen’s original, and it ends with the Jeff Buckley’s version.

May I advise you, to listen to these songs now throughout December, cause after New Year’s Day you can pull the plug, game over, bonjour tristesse. Is there anything more dreary than Christmas songs in January? Maybe shrivelled Christmas trees lying by the streetside waiting for the refuse collection. You got the picture? There you go … Christmas bliss for ten hours and seven minutes.

Bruce Springsteen hat mich noch nie im Stich gelassen

Und das wird auch mit seiner neuen Platte Only The Strong Survive, einer Kollektion von Soul-Klassikern, die er mit seiner allmächtigen Stimme zelebriert, nicht anders sein.

Vor einigen Wochen erinnerte ich mich an Bruce Springsteens 73.Geburtstag daran, wie ich mir damals in meinem Teenagerzimmer nächtelang sein Album Born To Run anhörte, und was es für mich bedeutete. Ich hatte im Haus meiner Eltern neben meinem eigentlichen Zimmer mit der klassischen, nicht gerade schicken Jugendzimmereinrichtung, Bett, Kasten, Bücheregal, Schreibtisch, einen ungenutzten winzigen Raum besetzt, den ich Studio nannte. Am Boden lagen ein paar Matratzen und Kissen, neben meinem schwarzen Sansui Hi-Fi-Turm und meinem alten Radiorekorder hatten nur noch meine Schallplatten, Musikkassetten, Lieblingsbücher, ein Stapel Musikzeitschriften und meine Akustikgitarre Platz, an den Wänden hingen ein paar Poster und selbstgemalte Bilder, die auf der Siebzigerjahre-Tapete im Jugendzimmer nicht appliziert werden durften.

Oft lag ich damals nächstens im Studio am Boden auf der Matratze und hörte über Kopfhörer Springsteens Born To Run-Album, nur die kleinen Kontrollleuchten der Sansui-Anlage leuchteten im Dunklen, und ich war tief berührt von diesem allmächtigen Sänger und seiner allmächtigen Stimme und seinen allgewaltigen Songs, vom überwältigenden Fluss seiner Lyrik, von der unwiderstehlichen Welle von Gefühlen und der explosiven Energie, die eine ganze Stadt hätte erleuchten können.  Und dann der Urknall des enormen Titelsongs Born To Run, der Song meines Lebens, war ich mir damals sicher. Und manchmal fühle ich das noch heute, cause tramps like us, Bruce und ich, we were born to run.

An seinem 73. Geburtstag ging mir die Frage durch den Kopf, ob Bruce Springsteen, eigentlich schon längst im Pensionsalter, aber immer noch kreativ, mental und physisch in seinen besten Jahren und voller Schaffenskraft, Energie und Leidenschaft, wirklich schon 73 Jahre alt (jung) wird. Keine Ahnung, wie der gute Mann das macht. Ich weiß nur, dass mich Bruce Springsteen noch nie im Stich gelassen hat.

B-logbook: 10.10.2022: Bruce Springsteen’s new album Only The Strong Survive arrived today!

Stop press! Bruce Springsteen’s new album Only The Strong Survive. Covers Vol.1, a collection of 15 soul classics, that will be released tomorrow, was already delivered to my home today. Let the festivities begin!

The Song-List:

1. Only The Strong Survive
2. Soul Days feat. Sam Moore
3. Nightshift
4. Do I Love You (Indeed I Do)
5. The Sun Ain’t Gonna Shine Anymore
6. Turn Back The Hands Of Time
7. When She Was My Girl
8. Hey, Western Union Man
9. I Wish It Would Rain
10. Don’t Play That Song
11. Any Other Way
12. I Forgot To Be Your Lover feat. Sam Moore
13. 7 Rooms Of Gloom
14. What Becomes Of The Brokenhearted
15. Someday We’ll Be Together

Bruce Springsteen Only The Strong Survive. Covers Vol. 1 (Columbia Records) is released November 11, 2022

Record Collection N° 248: Tiny Flaws “Imperfection Blues” (Imperfect Records, 2022) – English Version

The passionate blues rock and rhythm & blues & soul played on the English indie pop combo Tiny Flaws‘ second album is one of my favourite records of 2022.

It’s fitting that a band calling themselves Tiny Flaws called their second album Imperfection Blues. But then again not. Because there are no flaws on Imperfection Blues. Instead, after the tasty, soulful mod soul jazz of the self-titled 2019 debut album, which grooved more in the footsteps of Georgie Fame, you’ll hear smoking blues rock in abundance, but also with a large portion of soul. When listening to the singer on Imperfection Blues you might think of Paul Jones (ex-Manfred Mann) and The Blues Band (from the early 1980s, if anyone remembers), the Animals, the Spencer Davis Group and sometimes even Dr. Feelgood. But beware, the Tiny Flaws are no cheap copycats, despite the mature age of all those involved, Imperfection Blues sounds fresh, vital, and relevant in every groove. This band has many trump cards up its sleeve.

The ace of trumps is Toby Kinder, founder and mastermind of the Tiny Flaws, who dislikes modern pop music with its uniform assembly line sound, homogenized with autotuning and disco beats, which bangs out of every radio, because it lacks any creativity and soul – which is a mirror of our society that’s so keen on one’s perfect individuality but ultimately leading to a self-optimized conformity. Whereas Toby, the son of a music teacher, who became acquainted with The Beatles, The Rolling Stones, The Animals, Mose Allison, and Thelonius Monk through his father, relies on lively, passionate music played by real musicians according to the purity law of yesteryear. The good man himself shines on the Hammond C3 and Wurlitzer organ, on the piano, also on the accordion, if necessary, and even more so as a refined and subtle songwriter.

With Lenny Bignell, the Tiny Flaws‘ second trump card as guitarist and producer, Toby Kinder has played already in the superb mod-soul-jazz combo Gene Drayton Unit, but he also plays organ for the Parisian mod-soul combo French Boutik, where he has filled in for Olivier Popincourt when they play live, and also for The Sound Of Pop Art. Toby met Lenny at a Gene Drayton Unit gig in Brussels and over a few pints of Belgian beer they discovered their musical kinship which has led to the two musicians working together ever since, Bignell joined the Gene Drayton Unit in 2016, Kinder played organ for Bignell’s project The Juks and they continue their fruitful relationship as musical director and producer with the Tiny Flaws.

Bobby Tarlton as the new singer is the Tiny Flaws‘ third trump card that cannot be surpassed, powerfully supported by the rhythm duo Raydn Hunter (bass) and Mark Claydon (drums, also with the Gene Drayton Unit), who set the heartbeat for the Tiny Flaws, he really is the soul of Imperfection Blues. Of course, Bobby isn’t Paul Jones, Eric Burdon, Steve Winwood, or Lee Brilleaux, but hey, he’s Bobby Tarlton, a great rhythm & blues and soul singer who doesn’t need to fear comparison with any of the above greats and whose powerful, crisp blues tone and warm, soulful vocals perfectly match with the Tiny Flaws. And yes, the man in question is the very same Bobby Tarlton, who has been a fixture on London’s mod-soul scene for years and was named “North London’s finest troubadour”, who has in recent years established himself as Doctor Bird (aka Dr Bird) with superb songs, and soulful singing and a multitude of small gigs made himself heard in many places and has gained continually in reputation. Incidentally, it was Bobby, whose singing has already been described as “Van Morrison crashing into Nick Lowe”, who introduced Toby to the members of French Boutik, with whom Toby now plays organ casually, as well as with Dr Bird.

Blues harpist Joff Watkins, one of London’s finest harmonica players, is another trump card in the Tiny Flaws‘ excellent hand, that Gabriela Giacoman, the famous French Boutik singer, further strengthens, she makes a guest appearance on Imperfection Blues as lead singer on the song C’est Different and sings the seductive backing vocals on the dreamy A Boat Called Elsewhere.

The twelve songs of Imperfection Blues were recorded in Lenny Bignell’s home studio in Penge, a London district outside of the centre, in doing so the recordings were made more difficult and were delayed by the corona pandemic, and despite the rhythm duo could never play together in the studio, they grooved like clockwork.

Already the opening Photogenie , where Bobby Tarlton laments as blues shouter impressively about a lost love, sets a first emotional signpost. The second track Long Gone John, originally on the Gene Drayton Unit’s 2006 album At The Jazz Traffic Lights … keeps the tempo in a captivating blues shuffle, relying on Watkins‘ strong blues harmonica like almost all the songs here, and Bobby Tarlton celebrates his blues feelings and advocates making use of the time with the people around you, as long as they are still there because once they’re gone it’s too late. From The Soul with its sweet soulful sound and Memphis Horns-esque horns is a brand new composition and carries its message right in the title, it’s inspired by Toby Kinder visiting Memphis, and Bobby Tarlton knows to use the soul that he’s got in his voice to full effect and lets a pleasant shiver run over your skin. The gorgeous blues rock of Caffiend was first an instrumental on another Gene Drayton Unit record, 2008’s Done & Dusted, and addresses everyone on the album’s penchant for strong coffee. Also, originally a Gene Drayton Unit song, Get That Girl is the record’s secret hit that you can’t get out of your head, and unlike Bruce Springsteen’s early songs which were often about cars and girls, it’s all about that one special girl and even more coffee. And finally, at the end of the first side of the vinyl LP, in C’est Different, Gabriela Giacoman, who also wrote the song, gets her grand entrance, a friendly turn so to speak, which is not without reason reminiscent of Down In The Seine by The Style Council.

The second side of the LP opens with The Ones In Your Head, one of two re-recordings from the Tiny Flaws‘ debut album, it packs a lot more punch than the original, with Lenny’s pounding guitar riff, the howling blues harmonica and Toby’s full throttle organ, and Bobby sings in a class of its own as blues shouter. Whispering City is a highly evocative London ballad set against a jazzy cinemascope backdrop, and Bobby Tarlton once again shows just how much soul he has in his mature voice. The title track, Imperfection Blues comes also from the Tiny Flaws’ debut, and it deals with the fact that it’s the other person’s little mistakes that can make a relationship appealing and that maybe these mistakes are precisely what you miss when everything has gone to pieces. Done & Dusted was at first the 2008 instrumental title track of the album mentioned above, here soul man Bobby Tarlton laments how all hope, dreams and energy are relentlessly going down the drain with progressing age, and the wailing blues harp weeps with him. Definitely one of my favourite songs here, A Boat Called Elsewhere starts with drinking coffee again before the Tiny Flaws set sails towards Style Council Island with Bobby in the bow and Gabriela bewitches him with her sweet siren song. After all, Cake Shop is a cracking update of a soul-jazz instrumental by the Gene Drayton Unit from 2005 and would do credit as theme tune to a TV series, and it’s definitely a worthy la-la-la finale to the record.

The best songs are in your head, Bobby Tarlton sings in The Ones In Your Head, but on Imperfection Blues many of Toby Kinder’s intellectual creations materialize at their finest. As already said, this record is anything but flawed, it’s simply a sensation how good it is.

Tiny Flaws Imperfection Blues, Imperfection Records, 2022

Record Collection N° 248: Tiny Flaws “Imperfection Blues” (Imperfect Records, 2022)

Der leidenschaftliche Bluesrock und Rhythm & Blues-Soul des zweiten Albums der englischen Indie-Pop-Combo Tiny Flaws ist eine meiner Lieblingsplatten von 2022.

Dass eine Band, die sich Tiny Flaws, also kleine Fehler nennt, ihrem zweiten Album den Titel Imperfection Blues gibt, passt. Und auch wieder nicht. Denn Mängel gibt es auf Imperfection Blues mitnichten. Dafür gibt es hier nach dem süffig-souligen Mod-Soul-Jazz des selbstbetitelten 2019er Debütalbums, das noch mehr auf den Spuren von Georgie Fame groovte, rauchenden Bluesrock in Überfülle, aber auch den mit einer großen Portion Soul. Man darf bei Imperfection Blues an Sänger Paul Jones (Ex-Manfred-Mann) und die Blues Band denken (vom Anfang der 1980er, falls sich wer erinnert), an die Animals, an die Spencer Davis Group und auch mal an Dr. Feelgood. Aber Achtung, die Tiny Flaws sind keine billigen Copy Cats, trotz reiferen Alters aller Beteiligten klingt Imperfection Blues in jedem Groove frisch, vital und relevant. Diese Band hat viele Trümpfe im Ärmel.

Das Trumpf-As ist Toby Kinder, Gründer und Mastermind der Tiny Flaws, der moderne Popmusik mit ihrem uniformen, mit Autotuning und Disco Beats homogenisierten Fließband-Sound, der aus jedem Radio pumpert, verabscheut, weil ihr jegliche Kreativität und Seele fehle – sie sei quasi ein Spiegel einer auf Individualität erpichten Gesellschaft, die letztlich aber in eine selbstoptimierte Konformität münde. Dagegen setzt Toby, der Sohn eines Musiklehrers, der durch seinen Vater Bekanntschaft mit den Beatles, den Rolling Stones, den Animals, Mose Allison oder Thelonius Monk machte, auf lebendige, leidenschaftliche, von echten Musikern gespielte Musik nach dem Reinheitsgebot von anno dazumal. Der gute Mann selbst brilliert an der Hammond C3 und Wurlitzer Orgel, am Piano, auch am Akkordeon, wenn mal nötig, und erst recht als feingeistiger Songschreiber.

Mit Lenny Bignell, dem zweiten Trumpf der Tiny Flaws als Gitarrist und Produzent, spielte Toby Kinder schon in der lässigen Mod-Soul-Jazz-Combo Gene Drayton Unit zusammen, aber er orgelt auch für die Pariser Mod-Soul-Combo French Boutik, wo er live für Olivier Popincourt eingesprungen ist, oder für The Sound Of Pop Art. Toby lernte Lenny bei einem Gig der Gene Drayton Unit in Brüssel kennen und über einigen Gläsern belgischen Biers entdeckten sie ihre musikalische Seelenverwandtschaft, die dazu führte, dass die beiden Musiker seither zusammenarbeiten, 2016 schloss sich Bignell der Gene Drayton Unit an, Kinder spielte Orgel für Bignells Projekt The Juks und auch bei den Tiny Flaws führen sie ihre fruchtbare Beziehung von musikalischem Direktor und Produzent fort.

Bobby Tarlton als neuer Sänger ist der dritte nicht zu überbietende Trumpf der Tiny Flaws, druckvoll unterstützt vom Rhythmus-Duo Raydn Hunter (Bass) und Mark Claydon (Schlagzeug, auch bei der Gene Drayton Unit schon dabei), das für den Herzschlag der Tiny Flaws sorgt, ist er die Seele von Imperfection Blues. Bobby ist freilich nicht Paul Jones, Eric Burdon, Steve Winwood oder Lee Brilleaux, aber hey, er ist Bobby Tarlton, ein großartiger Rhythm & Blues- und Soulsänger, der den Vergleich mit obigen Granden nicht zu scheuen braucht und dessen kräftig-knackiger Blues-Ton und warmherziger, souliger Gesang perfekt zu den Tiny Flaws passen.  Und ja, bei ebendiesem Bobby Tarlton, der seit Jahren ein Fixpunkt von  Londons Mod-Soul-Szene ist, handelt es sich um Nordlondons besten Troubadour, der sich in den letzten Jahren als Doctor Bird (Dr Bird) mit superben Songs und beseeltem Gesang vielerorts Gehör und gebührende Reputation verschaffte. Es war übrigens Bobby, dessen Gesang schon mal als „Van Morrison kracht in Nick Lowe rein“ beschrieben wurde, der Toby Kinder mit French Boutik bekannt machte, bei denen dieser inzwischen nebenbei orgelt wie auch mal bei Dr Bird.

Der Blues-Harp-Bläser Joff Watkins, einer der besten Mundharmonikaspieler Londons, ist ein weiterer Trumpf im ausgezeichneten Blatt der Tiny Flaws, das Gabriela Giacoman, die famose Sängerin von French Boutik noch verstärkt, sie gastiert auf Imperfection Blues als Leadsängerin  im Song C’est Different und singt in A Boat Called Elsewhere die verführerischen Backing Vocals.

Aufgenommen wurden die zwölf Songs von Imperfection Blues in Lenny Bignells Heimstudio in Penge, einem Londoner Stadtviertel abseits des Zentrums, wobei die Aufnahmen durch die Corona Pandemie erschwert und verzögert wurden und so etwa das Rhythmusduo nie gemeinsam im Studio stehen konnte, aber dennoch wie geschmiert groovt. Schon der Einstieg Photogenie, in dem Bobby Tarlton als Blues-Shouter so amtlich wie eindrücklich über eine verlorene Liebe lamentiert, setzt einen ersten emotionalen Wegweiser. Das zweite Stück Long Gone John, ursprünglich am 2006er Album At The Jazz Traffic Lights …  der Gene Drayton Unit, hält das Tempo in einem fesselnden Blues-Shuffle, setzt wie fast alle Songs hier auf die starke Blues-Harmonika von Watkins, und Bobby Tarlton zelebriert seine Blues-Gefühle und plädiert dafür, die Zeit mit den Menschen um einen herum zu nützen, solange sie noch da sind, weil wenn sie einmal weg sind, ist es zu spät. From The Soul mit seinem süßen souligen Sound und seinen Memphis Horns-artigen Bläsern ist eine brandneue Komposition und trägt seine Botschaft schon im Titel, es ist inspiriert von einem Besuch Toby Kinders in Memphis, und Bobby Tarlton weiß den Soul, den er in seiner Stimme hat, voll zur Wirkung zu bringen und einem wohlige Schauer über die Haut laufen zu lassen. Der hinreißende Bluesrock von Caffiend war zuerst ein Instrumentalstück auf einer weiteren Platte der Gene Drayton Unit, Done & Dusted von 2008, und thematisiert die Vorliebe aller am Album Beteiligten für starken Kaffee. Get That Girl, ursprünglich ebenfalls ein Song der Gene Drayton Unit, ist der heimliche Hit der Platte, den man nicht mehr aus den Ohren kriegen will, anders als bei Bruce Springsteen, dessen frühe Songs sich oft um Autos und Girls drehten, dreht sich hier aber alles um das eine Girl und noch mehr Kaffee. Und in C’est Different, bekommt Gabriela Giacoman, die den Song auch getextet hat, ihren großen Auftritt, Freundschaftsdienst quasi, der vom Gefühl her nicht umsonst an Down In The Seine von The Style Council erinnert.

Die zweite Seite der Vinyl-LP eröffnet The Ones In Your Head, eine der beiden Neuaufnahmen von Songs vom Debütalbum der Tiny Flaws, es hat durch Lennys stürmisches Gitarrenriff,  der jaulenden Bluesharmonika und Tobys Vollgas-Orgel wesentlich mehr Druck als das Original, Bobby als Blues-Shouter ist eine Klasse für sich. Whispering City ist eine höchst stimmungsvolle London-Ballade vor einem jazzigen Cinemascope-Hintergrund, und Bobby Tarlton zeigt einmal mehr, wieviel Soul er in seiner reifen Stimme hat.Der Titelsong Imperfection Blues stammt wieder vom Tiny Flaws-Debüt und thematisiert, dass es gerade die kleinen Fehler der/des anderen sind, die eine Beziehung reizvoll machen können und dass es vielleicht gerade diese sind, die man vermisst, wenn alles in die Brüche gegangen ist. Done & Dusted war 2008 noch das instrumentale Titelstück des oben schon erwähnten Albums, hier beklagt Soul Man Bobby Tarlton wie mit zunehmendem Lebensalter alle Hoffnung, Träume und Energie unerbittlich flöten gehen, und die wehklagende Blues-Harp weint mit ihm. In A Boat Called Elsewhere, definitiv einer meiner Lieblingssongs hier, wird anfangs schon wieder Kaffee getrunken, ehe die Tiny Flaws mit Bobby vorne am Bug Richtung Style Council Island segeln, und Gabriela ihn mit ihrem süßen Sirenengesang betört. Cake Shop schließlich ist ein resches Update eines soul-jazzigen Instrumentals der Gene Drayton Unit von 2005 und würde einer TV-Serie als Titelmelodie zur Ehre gereichen, ein würdiges La-la-la-Finale der Platte ist es auf jeden Fall.

Die besten Lieder sind in deinem Kopf, singt Bobby Tarlton in The Ones In Your Head, aber auf Imperfection Blues materialisieren sich viele von Toby Kinders Kopfkreationen aufs Feinste. Wie schon gesagt, diese Platte ist alles andere als mangelhaft, es ist schlicht eine Sensation, wie gut sie ist.

Tiny Flaws Imperfection Blues, Imperfection Records, 2022

B-logbook: 01.10.2022: Bruce Springsteen veröffentlicht ein neues Album mit Coverversionen

Bruce Springsteens 21. Studioalbum heißt Only The Strong Survive und bringt Interpretationen alter Soul-Klassiker.

Überraschung mit doppelter Vorankündigung. Zum einen verlautbarte der Boss kürzlich über seine PR-Abteilung, dass er am 29. September um 16:00 Uhr etwas zu verkünden haben werde. Zum anderen rutschte Jann Wenner, 1967 Gründer des amerikanischen „Rolling Stone“ Magazins, im Spätsommer bei der Präsentation seiner Memoiren dieser Satz heraus: „Und übrigens, es gibt eine neue Platte von Bruce, die noch diesen Herbst erscheint. Sie ist umwerfend.“

Jetzt ist alles ans Licht gekommen: Zuerst präsentierte Springsteen ein neues Video zum neuen Song Do I Love You (Indeed I Do), der allerdings nicht von ihm selbst geschrieben wurde, sondern die Coverversion eines alten, eher nur Kennern bekannten Soul-Tanzbodenfüllers ist, vom heute fast vergessenen Soulsänger Frank Wilson, 1965 für die legendäre Soul-Plattenfirma Motown Records aufgenommen, aber nie offiziell veröffentlicht worden, weil Motown-Boss Berry Gordy die Aufnahme nicht gefallen hat und die schon gepressten Singles bis auf wenige zufällige überlebende Exemplare eingestampft worden sind und Jahre später von den DJs der englischen Northern Soul Szene entdeckt wurden.

Danach stellte Springsteen klar, dass Do I Love You (Indeed I Do) der erste Song seines im November kommenden neuen Albums Only The Strong Survive sei, einer Kollektion von  15 Coverversionen alter, mal mehr, mal weniger bekannten Soul-Klassiker, der Titelsong Only The Strong Survive, 1968 in den USA ein Nummer-1-Hit in den Rhythm & Blues-Charts für Jerry Butler, einem Gründungsmitglied von Curtis Mayfields berühmter Vokalgruppe The Impressions.

Bei den Aufnahmen des Nachfolgers zu seinem 2020er Nummer-1-Album Letter To You, live im Studio mit seiner legendären E Street Band eingespielt, konzentrierte sich der Boss im Aufnahmestudio voll und ganz auf seinen Gesang, der mit zunehmenden Lebensjahren immer gefühlvoller, souliger und beseelter zu werden scheint (man höre nur seine kalifornische Country-Pop-Platte Western Stars von 2019, eine gesangliche Meisterleistung, an der Roy Orbison seine Freude gehabt hätte), und er selbst nahm keine Gitarre zur Hand, die E Street Band war im Thrill Hill Studio in New Jersey auch nicht dabei, nur einzelne Musiker:innen davon, Soozie Tyrell etwa und die E Street Horns, der Stax-Soulsänger Sam Moore duettiert sich in zwei Songs mit dem Boss, produziert hat Studiozauberer Ron Aniello, wie Springsteens letzte Alben auch. Im Laufe der Aufnahmen habe er erkannt, so Springsteen mit Recht unbescheiden, „Meine Stimme ist jetzt der Hammer. Ich bin 73 Jahre alt und hab‘s  voll drauf.“

Soulmusik, Gospel und Rhythm & Blues haben Bruce Springsteen zeit seines (Musiker-) Lebens stets inspiriert. Davon zeugen viele seiner eigenen Songs wie auch seine 2016 veröffentlichte Autobiografie Born To Run, in der er seine Suche nach dem perfekten Rock and Soul-Sound mehrfach thematisiert, wie auch die vielen einschlägigen Klassiker, die er in seinen Live-Konzerten mit höchster Leidenschaft zelebriert hat. Mit Only The Strong Survive huldigt Springsteen jetzt Soulgesangsgrößen wie Aretha Franklin, The Temptations, Diana Ross oder The Four Tops, dem Soul von Motown und Stax Records und den Phillysoul-Großmeistern Gamble and Huff.

Bruce Springsteen im O-Ton über Only The Strong Survive: „Ich wollte ein Album machen, auf dem ich nur singe. Und mit welcher Musik könnte man da besser arbeiten als mit dem Great American Songbook der Sechziger und Siebziger? Ich habe mich unter anderem von Levi Stubbs, David Ruffin, Jimmy Ruffin, dem Iceman Jerry Butler, Diana Ross, Dobie Gray und Scott Walker inspirieren lassen. Ich habe versucht, ihnen allen und den fabelhaften Autoren dieser glorreichen Musik gerecht zu werden. Mein Ziel ist es, dass das junge Publikum seine Schönheit und Freude erleben kann, so wie ich sie erlebt habe, als ich diese Musik zum ersten Mal gehört habe. Ich hoffe, ihr hört das Album genauso gerne, wie ich es geliebt habe, es zu kreieren.“

Schönheit und Freude, das ist es, was die gerade immer düsterer, verwirrender und trostloser werdende, von Krisen und Kriegen erschütterte Welt jetzt braucht. Und Bruce Springsteen macht einmal mehr das Richtige zur richtigen Zeit, weil er als Künstler ein besonderes Gespür dafür hat. Als 2001 die amerikanische Seele schwer verwundet war wegen des Terrors von 9/11, waren die Songs von The Rising ein Jahr später Balsam auf die wunden Seelen. Jetzt braucht es ein Gegenmittel zur grassierenden Hässlichkeit, Verrohung und Grausamkeit in unserer Welt. Schönheit und Freude, Hoffnung und Optimismus. Einen Stimmungs- und Weltaufheller. Mehr Licht. Only The Strong Survive erscheint am 11. November 2022.

Die Songs im Einzelnen:

1. Only The Strong Survive
2. Soul Days feat. Sam Moore
3. Nightshift
4. Do I Love You (Indeed I Do)
5. The Sun Ain’t Gonna Shine Anymore
6. Turn Back The Hands Of Time
7. When She Was My Girl
8. Hey, Western Union Man
9. I Wish It Would Rain
10. Don’t Play That Song
11. Any Other Way
12. I Forgot To Be Your Lover feat. Sam Moore
13. 7 Rooms Of Gloom
14. What Becomes Of The Brokenhearted
15. Someday We’ll Be Together

Bruce Springsteen Only The Strong Survive (Columbia Records) erscheint am 11. November 2022